Unautorisierte deutsche Kopie von Pi
Wichtige Mitteilung:
Ich habe soeben erfahren, dass eine unautorisierte Kopie meiner Originalkreation Pi kurz vor einer internationalen Veröffentlichung steht. Ich kann nichts unternehmen, um das zu verhindern, aber ich kann die treuen Anwender meiner Routine warnen.

Wie ihr wisst, habe ich Pi im Jahr 2010 entwickelt, inspiriert von einer Diskussion mit meinen australischen Freunden, den Mentalisten Sean Taylor und Richard Paddon. Sean, Richard und ich waren uns einig, dass unsere Kreationen unterschiedlich sind, sodass es keinerlei Konflikt gab.
Meine Originalroutine scheint unserer Community gefallen zu haben: Tausende von euch führen sie in über vierzig Ländern auf, weil sie nur Zahlen verwendet und somit in jeder Sprache funktioniert. Wie mein japanischer Book-Test Haiku oder mein preisgekrönter Act Rainman hat mich auch meine Pi-Routine in unserer magischen Gemeinschaft bekannt gemacht. Sie ist eine meiner Lieblingskreationen, mein Bestseller auf dem Markt, eine Signaturroutine, die ich bis heute selbst vorführe, und ich freue mich, sie mit anderen leidenschaftlichen und respektvollen Künstlern unseres Handwerks zu teilen.
2019 wurde ich darauf hingewiesen, dass ein deutscher Zauberkünstler (nennen wir ihn „B“) eine verdächtig ähnliche Routine verkaufte. In seinen Erklärungen und seiner Werbung erwähnt er meinen Namen nur am Rande, vergisst aber Sean und Richard völlig.
Mein Freund, der bekannte deutsche Mentalist Jan Forster, erklärte mir den Ursprung dieser unautorisierten Kopie. Mit meiner Erlaubnis führt Jan die Pi (Stack-Version) in seiner Show vor. B sah Jans Auftritt und war begeistert. Nachdem er sich erkundigt hatte, scheint B beschlossen zu haben, dass er nicht über die intellektuelle Kapazität verfügt, die Routine zu beherrschen. Also bastelte er sich eine Kopie, die seinem Niveau eher entsprach. Er kontaktierte mich nie, bat um keinerlei Genehmigung und erschuf leider eine minderwertige Routine.
Ich hatte Zugang zu den Anleitungen dieser unautorisierten Kopie – hier ein kurzer Vergleich:
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Phase 2 – Original: Die Zuschauerin nennt irgendwo auf einer beliebigen Seite frei einen Block aus 5 Ziffern, und du rezitierst anschließend – wenn du willst – Dutzende weiterer Stellen.
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Phase 2 – Kopie: Die Wahl der Zuschauerin ist eingeschränkt; sie muss die ersten drei Ziffern einer Zeile nennen, und B kann lediglich die nächsten drei Ziffern offenbaren.
Die Stärke meiner Originalroutine liegt in der völligen Freiheit der Wahl und der langen Rezitation ab der gewählten Stelle – beides zerstört die unautorisierte Kopie. -
Geburtstags-Finale:
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Original: Du enthüllst Seite, Zeile und Spalte des Geburtstags (Tag + Monat) der Zuschauerin – ein persönliches, starkes Finale.
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Kopie: Tag und Monat können nicht enthüllt werden; es bleibt nur … das Jahr! Nennt die Zuschauerin etwa ’83, muss sie Seite 83 aufschlagen – eine erschreckend plumpe Verknüpfung.
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Noch gravierender: B übernahm nach Jans professionellem Auftritt auch das Layout meines Buches, die Struktur der Routine und Präsentationselemente, die einzig Jan und mir eigen sind. Kurz: dasselbe Buch, dasselbe Thema, dieselbe Idee, dieselbe Routine, dieselbe Struktur – nur weniger beeindruckend und methodisch dümmer.
Warum spreche ich eine Kopie von 2019 erst jetzt an?
Weil die Geschichte heute weitergeht …
Ich erhielt eine E-Mail von B. Er beginnt mit Lobeshymnen auf Pi – „brillante Idee … Hut ab! … Kunstwerk …“ – und entschuldigt sich (in einem schnellen Satz) für die ungenehmigte Nutzung meiner Idee. (Indem er sich entschuldigt, gesteht er seine Schuld ein?)
Er behauptet, alle Magier, denen er seine Kopie zeigte, seien begeistert gewesen. Unglücklicherweise für ihn habe ich zahlreiche talentierte Freunde in Deutschland – manche traf ich über die Jahre bei den FFFF-Konventen in den USA, andere 2016 auf meiner Deutschland-Tour. Als ich sie zu B und seiner Kopie befragte, erhielt ich kein positiveres Echo zu ihm oder seiner „Kreation“.
B macht mir anschließend ein Angebot: Um wiedergutzumachen, dass er 2019 ohne Genehmigung veröffentlichte, will er nun erneut ohne Genehmigung eine neue Kopie herausbringen – diesmal informiert er mich wenigstens vorher und denkt sogar über eine „Partnerschaft“ mit mir nach. Er deutet einen finanziellen Vorteil für mich an, da er bereits internationale Distribution mit Partnern und Wiederverkäufern verhandelt.
Abschließend bietet er großzügig an, mir ein Exemplar (Beweismittel?) seines Betrugs zu schicken.
Nein danke.
Wie eingangs erwähnt, kann ich dies nicht verhindern – aber ich kann die treuen Nutzer meiner Routine warnen. Seid daher nicht überrascht, wenn diese unautorisierte Kopie bald im Umlauf ist.
Es macht mich traurig, dass das Publikum eine mittelmäßige Kopie sehen wird, und ich hoffe, dass dies keinen negativen Einfluss auf jene hat, die meine Routine respektvoll vorführen. Solche Situationen entmutigen mich manchmal, weiter Ideen zu entwickeln und zu teilen; dennoch bin ich dankbar für eure anhaltende Unterstützung meiner Kreationen.